AKTUELLES GEDICHT

 

Über einen Kommentar freue ich mich selbstverständlich.

(Da sich das Gedicht ändert, wäre die Titelnennung hilfreich!)

 

 

In diesem Jahr wird es wiedermal eine Lesung von mir GEGEN DAS VERGESSEN geben. Da gehen die Gedanken, angestoßen durch die Realität, schon auch immer wieder in diese Richtung.
Daraus entstand, wie eine Freundin meinte, ein faustischer Dialog.

Weiter unten weitere aktuelle Gedichte : - )

Außerdem nehme ich in unregelmäßigen Abständen das bei Zweitausendeins erschienene Buch "Konzentrationslager Dokument F 321" in die Hand. Dieses Mal entstand unter diesen Eindrücken folgendes Gedicht:

Auch stöbere ich zur Zeit wieder durch das Werk des wunderbaren Christian Morgenstern. Eine nie versiegende Quelle der Inspiration.

 

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Darüber hinaus ...

 

Es gibt ein wundervolles kleines Büchlein:
"Wer wir waren" von Roger Willemsen.
Eine Rede, die er kurz vor seinem frühen Tod hielt. Wohl eine kurzgefasste Quintessenz seines letzten, zwar angefangenen, dann aber abgebrochenen Buches, das damit nur in Form dieses Extrakts erhältlich sein wird.

Ich kann dieses Büchlein, diese Gedanken nur empfehlen, weil sie wiederum zum Nach-Denken anregen. So sind in den letzten Tagen aus meinen Nach-Gedanken drei Gedichte aus Willemsens Vor-Gedachtem entwachsen.

Nur die Rosen || Mensch der Moderne || Glaubt immer

Wer weiß, vielleicht folgen Weitere ...

 

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Vielleicht kommt da ja noch was ... Ich lass es mal stehen.

 

Und im Blog ===> "WEITERMACHEN"

Kommentare: 19
  • #19

    Jürgen M. Brandtner (Mittwoch, 04 Januar 2017 08:35)

    Was für ein schönes Zitat, liebe Charlotte. Danke fürs Finden und hier Einstellen.

    Es freut mich, dass auch Dich diese Inhalte zum Nach-Denken anregen! :-)

  • #18

    Charlotte (Mittwoch, 04 Januar 2017 07:56)

    » Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten. «

    - Roger Willemsen

    Jürgen, du siehst, auf welcher Seite ich war, nachdem ich deine Gedichte gelesen habe. Was für eine Aussage!! Dank an dich, fürs verdichten, Dank an R. W. für die Vor Denkanstöße. Nach denken lohnt sich hier in mehrerlei Hinsicht.

  • #17

    Charlotte (Mittwoch, 14 Dezember 2016 11:37)

    Verblüffung

    Vorfreude? Lust aufs Fest? Unbeschwert feiern?
    Meine Posts zum Jahresende ähneln einander in ihrer Traurigkeit.
    Ich kann mich nicht freimachen von der Realität.
    Meine Gedanken gehen zurück zu den - nein, absolut nicht unbeschwerten - Kinderjahren, als Weihnachten ein großes Geheimnis war, wo ein einziges Engelshaar auf der Treppe uns in Aufregung versetzte, als es Wunschzettel und Geschenke gab, von den Eltern ausgesucht, nicht bestellt, wie heute, als wir glücklich waren, dass unsere Eltern Zeit für uns hatten.
    Und jetzt? Und heute?
    Als ich dein Gedicht gestern gelesen habe, fand ich keine Worte. Die Berichte aus Aleppo überschnitten sich mit den Bildern der Kinder von damals, die uns mit ihrem Stern auf der Brust aus großen, hungrigen Augen noch heute anschauen.
    Es braucht keinen Stern mehr. Das ist die erschütternde Botschaft.
    Der Stern von Bethlehem sollte den Königen den Weg zur Krippe, zur Menschlichkeit weisen.
    Wir bräuchten diesen Stern dringender als je, um den selbsternannten Königen von heute die Augen zu öffnen.
    Daran glaube ich nicht mehr.

    Lieber Jürgen, mit deinem Gedicht sprichst du mir wieder einmal aus dem Herzen.
    Genau so fühle ich mich. Verblüfft, wie eins das andere löscht.

  • #16

    Jürgen M. Brandtner (Donnerstag, 20 Oktober 2016 08:07)

    Ich danke dir, liebe Charlotte. Für dein Lesen. Und für deine Lesart vom SPIEGEL. Die Künstlerseele freut sich. :-)

  • #15

    Charlotte (Dienstag, 18 Oktober 2016 16:04)

    Dein Gedicht trifft wieder ins Schwarze! Danke!

    Mit kühlem Wind und Regen fallen auch in diesem Herbst die Blätter und geben den Blick auf das Skelett der Bäume frei.
    Schade, dass weder Wind noch Regen die braune Gesinnung derer enttarnt, die sich unters Volk mischen. Die würde ich gern mal so sehen, ihrer Deckung beraubt und nackt. Und sie dann so aus dem Land jagen.

  • #14

    Jürgen M. Brandtner (Mittwoch, 07 September 2016 17:33)

    Liebste Charlotte,
    wenn es schwarz wird, musst du von vorn herein schwarz sehen. :-)

  • #13

    Charlotte (Mittwoch, 07 September 2016 16:33)

    Also bitte ... Da lese ich zunächst von einem Paar, das sich von einem erregenden Augenblick gefangen nehmen läßt. Seufz ...

  • #12

    Jürgen M. Brandtner (Donnerstag, 21 Juli 2016 08:08)

    Liebe Charlotte,
    du hast "mein" Bild vom Koffer - das sich nicht zum ersten Mal in meiner Lyrik findet - gut gegriffen. Das freut mich. Es ist ein so mächtiges Bild. Nicht von ungefähr steht es auch im Zentrum des gigantischen TULSE LUPER Projects des genialen Kunst-Regisseurs Peter Greenaway.
    Und natürlich auch Dank für deine lieben Worte - auch auf diesem Weg.
    Du weißt, wir lieben dich!

  • #11

    Charlotte (Mittwoch, 20 Juli 2016 23:01)

    Ja, der gepackte Koffer ist für so viele Menschen dieser Generation weit mehr als nur ein Wort. Die einen packten ihn, weil man sie aus der Heimat vertrieb, andere hielten ihn griffbereit für den Weg in den Luftschutzbunker, dann hieß es nochmal von vorne anfangen, zunächst lebte man aus dem Koffer, später fuhr man meist mit der Bahn in einen bescheidenen Urlaub, im Koffer sammelten sich Souvenirs und Erinnerungen.
    Und irgendwann, am Lebensende, braucht man außer ein paar Kleinigkeiten im Koffer nichts mehr, man reduziert sich auf das Wesentliche und ist bereit zum Abschied.
    Du hast die "Heimreise" der alten Dame wundervoll mit deinen Worten begleitet. Ich wünsche euch Trost aus dem Wissen, dass es ihr nun, am Ziel ihrer Wünsche, gut geht.
    Heute an mir ...
    Morgen an dir ...

  • #10

    Jürgen M. Brandtner (Mittwoch, 20 Juli 2016 23:01)

    Liebe Annette,
    ich danke dir für deine supernetten Zeilen über "Jahrealter Traum" und "Gepackter Koffer" & dein Mitgefühl.
    Und danke für das wirklich passende Zitat, meine Freundin.
    Zu gegebener Zeit werde ich alles weiterleiten.

  • #9

    Annette (Mittwoch, 20 Juli 2016 19:23)

    Nun wurde das Flehen des jahrealten Traumes erhört. Aber der gepackte Koffer stand ja tröstlicherweise bereits bereit. Das hast du wunderschön in Worte gefasst.❤Mein herzliches Beileid für dich und, unbekannterweise, besonders für deine Frau. Ich möchte ein paar Zeilen ergänzen, deren Verfasser ich leider nicht kenne, deren Inhalt ich aber passend finde: "Mütter sterben nicht, gleichen alten Bäumen. In uns leben sie und unseren Träumen. Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht, zieht ihr Leben in dem unseren Kreise. Mütter sterben nicht, Mütter leben fort auf ihre Weise." Herzliche Grüße Annette

  • #8

    Jürgen M. Brandtner (Mittwoch, 20 Juli 2016 17:52)

    Liebe Sylvia,
    danke fürs Lesen und deinen Kommentar. - Uns auch ...
    LG Jürgen

  • #7

    Sylvia Kling (Mittwoch, 20 Juli 2016 17:36)

    Es geht zu Herzen, Jürgen.
    DANKE!

  • #6

    Jürgen M. Brandtner (Freitag, 08 Juli 2016)

    Liebe Charlotte,

    dass einmal ein Gedicht von mir in einem Atemzug mit Hermann Hesse genannt wird, das hätte ich ja nun nicht erwartet. Darüber freue ich mich sehr, sehr, sehr.

    Und dass du dich hier, wiederlesbar, und nicht nur in Facebook ausgelassen hast, wo man sich dann doch sehr schwer tut, Dinge wiederzufinden.

    Herzensgrüße, Jürgen

  • #5

    Charlotte (Mittwoch, 06 Juli 2016 14:40)

    Fliesen ... Großartig!

    Dein *Aufbruch* erinnert mich an Hesses "Stufen". Das Vergangene als einen großen Schatz bewahren, aber mit den gemachten Erfahrungen neugierig in die Zukunft schauen und im Hier und Jetzt die Chance sehen.

  • #4

    Jürgen M. Brandtner (Montag, 16 Mai 2016 08:38)

    Liebe Annette,
    das freut mich sehr, dass dir "Dein Wind" gefällt.
    Und auch, dass du immer wieder meine Webseite besuchst.
    Herzensgrüße zurück,
    Jürgen

  • #3

    Annette (Sonntag, 15 Mai 2016 23:58)

    Lieber Jürgen,
    "Dein Wind" berührt mich sehr. Deine Worte scheinen mir tief empfunden. Sie sind warm und liebevoll. Das gefällt mir sehr.
    Herzensgrüße
    Annette

  • #2

    Jürgen M. Brandtner (Samstag, 23 April 2016 10:07)

    Lieber Robert,

    vielen Dank zu deinem Eintrag zu "Erst wenn".
    Wieviele Menschen über diese Zeilen, dieses Thema ernsthaft nachdenken, werden wir wohl nie erfahren. Auch nicht, warum sie nicht aufschreien. Es sei, wir gehen auf sie zu und fragen sie gezielt.
    Und ob Resignation bei den großen Themen oder - und sei es noch so wenig und klein - individuell dagegen etwas tun ... Das Thema Recht und Gerechtigkeit reicht bis in die Privatsphäre. Und hier könnte jeder beginnen, um sich ein neues Empfinden für diesen eklatanten Unterschied zu "erarbeiten". Denn dieses Empfinden ist, glaube ich, verloren gegangen. Also: Let's do it!

    Herzlichst, Jürgen

  • #1

    Robert K. Staege (Freitag, 22 April 2016 19:05)

    Guter Text. Aber wieviele Menschen reflektieren darüber wirklich tiefgehend? Und wenn sie es tun, warum hört man dann die Aufschreie nicht? Wir werden nichts ändern, solange wir nur resignativ vor den Tatsachen stehen. Und was für mich das Schlimmste ist: ich kann mich selbst da auch nicht ausnehmen!